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Steuern allgemein

Als Ergänzung zur Wegleitung der Steuererklärung bietet das Kantonale Steueramt nähere Informationen zu diversen Steuerthemen. Diese Informationen sind im St. Galler Steuerbuch online abrufbar.

Detaillierte Informationen weiterer Kantone

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Änderung in der steuerlichen Behandlung von Liegenschaftsunterhalt ab 1.1.20

Die Liegenschaftskostenverordnung regelt die Abzüge bei der direkten Bundessteuer für energiesparende Investitionen und für den Rückbau im Zuge eines Ersatzneubaus. Die Auslagen können auf maximal drei aufeinanderfolgende Steuerperioden verteilt werden, sofern sie im Jahr, in dem sie entstanden sind, steuerlich nicht vollständig berücksichtigt werden können. Wird die steuerliche Förderung auch im kantonalen Recht verankert, so sind die bundesrechtlichen Vorgaben massgebend.

Als steuerlich abzugsfähiger Rückbau gelten die Kosten der Demontage von Installationen, des Abbruchs, des Abtransports und der Entsorgung des Bauabfalls. Nicht abzugsfähig sind insbesondere die Kosten von Altlastensanierungen des Bodens und von Geländeverschiebungen, Rodungen, Planierungsarbeiten sowie über den Rückbau hinausgehende Aushubarbeiten im Hinblick auf den Ersatzneubau. Die Rückbaukosten können nur dann steuerlich geltend gemacht werden, wenn innert angemessener Frist ein Ersatzneubau auf dem gleichen Grundstück errichtet wird, der Bau eine gleichartige Nutzung aufweist und von derselben steuerpflichtigen Person vorgenommen wird, die den Rückbau getätigt hat.

Die totalrevidierte Liegenschaftskostenverordnung wird am 1. Januar 2020 in Kraft treten.

 

Steuersatzänderungen bei der Mehrwertsteuer per 1.1.2018

Ab dem 1. Januar 2018 sinkt der MWST-Normsatz von 8,0% auf 7,7%. Die Satzänderung ist mit dem Zeitpunkt der Leistungserbringung gekoppelt. So können also auch Leistungen, welche im 2018 in Rechnung gestellt werden, den Satz von 8% haben oder, im Falle der Rechnungsstellung im 2017, für den Leistungszeitraum ab 1.1.2018 der Satz von 7.7% Anwendung finden. Die MWST-Satzänderung betrifft nicht nur den NormSatz, sondern auch die höheren Saldosteuersätze

In der Praxis wird es wichtig sein, die Leistungen entsprechend nachzuweisen, damit eine korrekte Buchhaltung erstellt werden kann. 

neue Besteuerung von Vorsorgegeldern ab 1.1.2016

Ab dem 1. Januar 2016 gilt im Kanton St. Gallen für Natürliche Personen ein Einheitssatz von 2%* für Vorsorgegelder. Daraus ergibt sich eine vereinfachte Planung beim Bezug dieser Vorsorgegelder (Pensionskasse, Säule 3a). Musste bisher darauf geachtet werden, dass aus Gründen der Steuerprogression Vorsorgegelder gestaffelt "abgerufen" werden, können heute, zumindest aus steuerlicher Sicht, alle Vorsorgegelder im gleichen Jahr bezogen werden, weil diese nun proportional besteuert werden. Die Höhe der Steuerbelastung ist damit nur noch von der Wohngemeinde, bzw. deren Steuerfuss abhängig. (*2,2% für Alleinstehende)

 neue Minimalsteuer bei Kapitalgesellschaften

Ab dem 1. Januar 2015 gilt im Kanton St. Gallen für jur. Personen (bspw. AG, GmbH) die Minimalsteuer, unabhängig davon, ob sie Gewinn erwirtschaftet oder nicht. Die Minimalsteuer beträgt z.Zt. rund CHF 840. Liegt der ordentlich errechnete Betrag aus Kapital- und Ertragssteuern (ohne Bundessteuer) unter der Minimalsteuer, gilt die Minimalsteuer.

 Unternutzungsabzug beim Eigenmietwert im Kanton St. Gallen

Der Kanton St. Gallen übernimmt neu den Unternutzungsabzug analog der direkten Bundessteuern. Für die tatsächlich nicht genutzten Räume kann auf Antrag eine Reduktion des Eigenmietwertes geltend gemacht werden. Die Kürzung des Eigenmietwertes ist jedoch strengen Regeln unterworfen. Beispielsweise sind möblierte Räume praktisch von einer Unternutzung ausgeschlossen, da diese für Gäste oder Nachkommen theoretisch genutzt werden könnten. In der Praxis stellen wir fest, dass es bisher kaum Fälle gab, in welchen eine Unternutzung beim Bund geltend gemacht wurde. Dies hängt möglicherweise auch damit zusammen, dass ungenutzte Räume oft nicht geräumt werden, nachdem die Nachkommen ausgezogen sind.

Berechnung: Reduktion des Eigenmietwertes mit nachfolgender Formel
Eigenmietwert x (Anzahl genutzte Zi +2) durch (Anzahl Zi gemäss Schätzung +2)